Es sollte eine echte Hitzeschlacht bei 34 Grad im Schatten werden. Am Ende siegten die Munich Cowboys aber klar und verdient mit 41:14 gegen die Straubing Spiders. 1027 Zuschauer sahen dabei ein Spiders-Team, dass verbessert spielte, aber noch nicht „die PS auf das Feld“ brachte.
Zu Beginn waren es die Munich Cowboys, die nach zwei Minuten ihren ersten Drive mit Punkten abschlossen. Quarterback Nick Semptimphelter passte auf seinen Wide Receiver Gabe Boccella und der lief über 51 Yards allen Gegenspielern davon zum 7:0 (PAT Maximilian Mittasch). Jetzt waren die Gäste am Zug. Die Offense um den neuen Quarterback Raleigh-Benjamin Yeldell funktionierte aber noch nicht fehlerfrei. So konnte Münchens Jakob Mahler einen Pass abfangen und den Ball für sein Team sichern. Dennoch wollten die Niederbayern unbedingt Zählbares aus München mitnehmen. Dies merkte man von Beginn an. Nach neun Minuten wurden die Hausherren zu einem Punt gezwungen. Dieser wurde von Edward-Jonathan Mangum aufgenommen und bis in die Endzone der Münchener zum 7:7-Ausgleich (PAT Kristof Komiszar) zurückgetragen.
Die Munich Cowboys ließen sich aber nicht beirren. Gleich Anfang des zweiten Viertels sorgte ein starker Lauf durch die Mitte von Running Back Mustafa Othmann-Kaldun für die 14:7-Führung (PAT Max Mittasch). Den anschließenden Kick setzte Maximilian Mittasch vorsichtshalber in die Endzone der Spiders, so dass keine weitere gefährliche Situation entstehen konnte. Die Gastgeber übernahmen nun immer mehr das Geschehen. Folgerichtig gab es weitere Möglichkeiten zu punkten. Mitte des Viertels passte Nick Semptimphelter auf den in der Endzone der Gäste freistehenden Maximilian Mayer zum 21:7 (PAT Max Mittasch). Im anschließenden Drive verlor Straubings Spielmacher Yeldell den Ball an der eigenen 48-Yards-Linie, so dass das Angriffsrecht wieder bei den Munich Cowboys lag. Die Münchener schlugen aber kein Kapital aus dem Fehler, spielten den vierten Versuch aus und mussten den Ball dann an die Straubinger abgeben. Sekunden vor der Pause waren es nochmal die Spiders, die ein Zeichen setzten. Quarterback Yeldell passte auf den fangsicheren US-Amerikaner Jordan Pouncey und der enteilte seinem Gegenspieler und erzielte den 21:14-Anschluss (PAT Kristof Komiszar).
Im dritten Viertel sahen die Zuschauer ein Straubinger Team, dass irgendwie aus dem Tritt gekommen zu sein schien. Sinnbildlich begannen die Gäste mit einer Spielverzögerung. Mitte des Quarters setzte Running Back Maximilian Mayer zu einem seiner starken Läufe an und ließ sich durch keinen Gegenspieler stoppen. Den vermeintlichen Touchdown nahmen die Referees aufgrund eines Haltens zurück. Dennoch spendeten die Zuschauer Beifall für diese Klasseaktion bei hohen Temperaturen. Etwas später war es Max Mittasch, der mit seinem 23-Yards-Field Goal auf 24:14 erhöhte. Zweieinhalb Minuten vor Ende des Viertels verlor Quarterback Yeldell erneut den Ball, so dass das Angriffsrecht an der 21-Yards-Linie der Spiders an die Münchener überging. Die Munich Cowboys nutzten eine Minute später die Gunst der Stunde. Max Mittasch verwandelte das 38-Yards-Field Goal zum 27:14.
Im Schlussviertel setzte sich die Klasse der Munich Cowboys durch. Nach einem erneuten Fumble, dieses Mal durch Straubings Jordan Pouncey, an der 39-Yards-Linie der Munich Cowboys sollte das Spiel vollends in Richtung der Gastgeber verlaufen. Fünf Minuten vor dem Ende passte Nick Semptimphelter auf Gabe Boccella und der stellte auf 34:14 (PAT Max Mittasch). Danach war es nochmals Gabe Boccella, der 12 Sekunden vor Schluss mit seinem dritten Touchdown an diesem Tag den Endstand zum 41:14 (PAT Max Mittasch) erzielte.
Insgesamt haben die Munich Cowboys einen nie gefährdeten Heimsieg eingefahren. Zwar konnten die Gäste aus Niederbayern das ein oder andere Mal trotz zu vieler Turnover ihre Qualitäten zeigen. Über den gesamten Spielverlauf dominierten aber die Münchener, so dass sie am Ende ihre Hausaufgaben erledigten und nun mit vier Siegen aus sechs Spielen weiter nach oben schauen dürfen. „Ich freue mich über den Sieg. Wir müssen aber daran arbeiten, zukünftig noch konsistenter und stabiler zu spielen. Die Anlagen und das Talent sind in meinem Team vorhanden. Jetzt gilt es, den Feinschliff vorzunehmen.“, resümierte Munich Cowboys Head Coach Christos Lambropoulos nach dem Spiel über die Arbeit bis zu den nächsten Spielen. Die anstehende Pause wird für diese Justierungen sicher genutzt werden.