Nix zu holen in Potsdam

Mit einem 0:59 gegen die Royals kommen die Munich Cowboys aus Potsdam zurück. Da der Tabellenstand sich durch die Partie nicht verändern konnte, nutzten die Trainer der Münchener das Spiel, um auch Spielern die Spielpraxis zu geben, die sonst weniger Spielzeit bekommen.

Nach drei Minuten im ersten Viertel punkteten die Gastgeber zum ersten Mal. Royals Neu-Quarterback Hugh Harvey passte auf den US-Wide Receiver Maximilian McLeod und der enteilte seinen Gegenspielern zum 8:0 (2-Point-Conversion ebenfalls durch McLeod). Mitte des Quarters war es erneut das Duo Harvey-McLeod, das für Punkte sorgte. Harvey passte in der Mitte des Spielfelds auf McLeod und der tankte sich bis in die Endzone der Münchener zum 14:0-Zwischenstand durch. Vier Minuten vor Ende des ersten Viertels schlugen Harvey und McLeod zum dritten Mal zu. Den Pass über 21 Yards verwandelte McLeod zum 22:0 (2-Point-Conversion durch Lauf von Heiko Bals). Dies sollte noch nicht der Endstand im ersten Quarter sein. Kurz vor Beginn des zweiten Viertels passte der Quarterback von der Johns-Hopkins-University mit schweizerischem Pass über 38 Yards auf US-Boy McLeod zum 28:0.

Im zweiten Viertel bediente Potsdams Spielmacher Harvey nach einer Minute Keyshawn Smith über 44 Yards, der seinem Gegenspieler enteilt war und das 34:0 markierte. Zehn Minuten später zeigte sich fast das identische Play. Wieder passte Harvey auf Keyshawn Smith und der stellte auf 42:0 (2-Point-Conversion per Lauf von Heiko Bals). Das Field Goal von Heiko Bals noch vor der Pause sollte den 45:0-Pausenstand bedeuten.

Auch in der zweiten Spielhälfte dominierten die Hausherren das Geschehen. Eineinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels war es Adrian Peter, der die kurze Distanz in die Endzone der Munich Cowboys per Lauf überbrückte und auf 53:0 (2-Point-Conversion durch Lauf des US-Amerikaners Corey Jeeves).

Im Schlussviertel war es Running Back Chrisman Kyei, der mit seinem Lauf von der 2-Yards-Linie den 59:0-Endstand (2-Point-Conversion durch Corey Jeeves) erzielte. Am Ende stand ein hochverdienter Sieg der Potsdam Royals fest, die sich mit dem fünften Spiel in Folge ohne Gegenpunkt auf einen neuen Rekord freuen können.

Für die Munich Cowboys war es klar, dass der Fokus auf der ersten Playoffpartie liegen wird. Der Gegner im Viertelfinale sind die Dresden Monarchs, die bereits 2026 in München gespielt haben. Die Sachsen sind haushoher Favorit. Wichtig wird sein, dass der ein oder andere verletzte Münchener wieder zur Verfügung steht. Zudem gilt es, sich auf das ‚do or die‘-Spiel mit vollem Fokus zu konzentrieren. Am Ende zählen die Punkte, das Munich Cowboys Team hat in dieser Saison schon für die ein oder andere Überraschung gesorgt.

Titelbild: Thomas Iden-Korjahn