| Group Stunt Team der Cowboys Cheerleader ist Deutscher Meister |
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„Jipee Cowboys“, jubelte ein Fan der Munich Cowboys Cheerleader, als
die Punktwertung der 16. Deutsche Meisterschaft im Internet-Chat der Cheerleader
bekannt wurde. Nach den Ladies stellen die Munich Cowboys mit ihren Cheerleadern
ein weiteres Team, das den Deutschen Meistertitel errang: In der Kategorie „Group
Stunt“ lagen die Münchnerinnen (mit 64,7 Punkten) vor den eigentlich
favorisierten Salty Heroes aus Niedersachsen (61,6). Auch in der Kategorie „Senior
Cheer“ machten sich die Cowboys Cheerleader berechtigte Hoffnungen auf Platz
eins und lagen nach Meinung vieler Zuschauer in der Arena im sächsischen
Riesa gut im Titelrennen. Doch mit einer Wertung von 164,4 mussten sie sich dem
neuen Deutschen Meister CLL Spurs aus Nordrhein-Westfalen (171,1) geschlagen geben.
Die Enttäuschung bei den Senior Cheer war groß. In einer starken
Konkurrenz verpassten sie einen Podestplatz um zwei Zehntel. Große Enttäuschung
vor allem deshalb, weil die Cowboys Cheerleader in dieser Kategorie eine „sehr
anspruchsvolle“ Routine gezeigt haben, wie Brigitte Gillig vom mitgereisten
Fanclub Wildcheer meinte. Damit haben sie sich Respekt beim Publikum verschafft:
„Kompliment an die Munich Cowboys“, meinte ein Zuschauer aus Riesa
nach der Entscheidung der Punktrichter. „Kopf hoch. Ihr wart Spitze, auch
wenn die Punkte das nicht so zeigen. Ich war völlig überrascht, weil
ich Euch ganz vorn gesehen habe.“
Die Arena in der sportbegeisterten sächsischen Stadt war fast ausverkauft, die Stimmung gut. Und dennoch flossen bittere Tränen, weil die Cowboys Cheerleader nach dem Rückzug der Wolfsburg Honeybees, dem Deutschen Meister 2005, auch in der Kategorie Senior Cheer ganz nach oben wollten. Vier mal pro Woche haben sie dafür zuletzt geprobt. Sogar Trainerin Denise Lautenschlager kehrte in das Team zurück. „Es war Totenstille in der Halle, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde“, sagte Brigitte Gillig. „Die meisten Zuschauer haben die Cowboys auf Platz eins gesehen.“ Dass es am Ende in dieser Kategorie nicht gereicht hat, habe wohl an zwei Drops gelegen, „die nicht ganz fehlerfrei waren“. Umso größer war die Freude über den Deutschen Meistertitel in der Kategorie Group Stunt. Hier hatten die Cowboys Cheerleader in der Qualifikation noch auf Platz zwei hinter den Salty Heroes aus Niedersachsen gelegen, die Konkurrenz im Wettkampf aber eindrucksvoll hinter sich gelassen. „Im Group Stunt waren die Cowboys wirklich gut“, meinte eine Zuschauerin aus Frankfurt/Oder. „Der erste Platz ist zu Hundert Prozent verdient.“ Nach dem Erfolg in dieser Kategorie vor drei Jahren ist es der zweite Deutsche Meistertitel für die Munich Cowboys Cheerleader. Fazit der 16. Deutschen Meisterschaft: Die Sportart boomt unaufhörlich.
Deutschlandweit trainieren mittlerweile rund 400 Squads in der Disziplin Cheerleading,
einer Mischung aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes sowie Anfeuerungsrufen.
Im Vergleich zum Vorjahr waren deutlich bessere Leistungen zu bewundern. Selbst
ausgewiesene Kenner des Cheerleading zeigten sich in der Arena in Riesa überrascht,
wie sich diese Sportart entwickelt. „Das Leistungs-Niveau ist extrem angestiegen“,
freute sich eine Zuschauerin: „Wie soll das nächstes Jahr noch werden?“ |























