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Donnerstag, 14. Juli 2011

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Ein Zahlenspiel

Head Coach John Rosenberg28:19 – Dieser Sieg im Bayern Derby gegen die Plattling Black Hawks ist für Munich Cowboys Head Coach John Rosenberg ein wichtiger Schritt für sein Team und die gesamte Organisation. „Es war ein ungemein wichtiges Spiel für uns.“, so Rosenberg. „ Mit drei vorherigen Niederlagen mit gerade mal drei, sieben und neun Punkten Unterschied bin ich sehr stolz, dass unsere Spieler zu 100% wie Sieger gekämpft haben und nicht wie Verlierer.

Wir haben unseren ‚game plan’ eingehalten und die meisten unserer gesteckten Ziele in Defense und Offense erreicht.“, erläutert der Munich Cowboys Head Coach weiter.
Normal vertraut der Football-Fachmann mehr seinen eigenen Wahrnehmungen als der Statistik. „Bei diesem Spiel sagen die Zahlen jedoch alles. Gleichzeitig gibt es ein tolles Beispiel, wie Angriff und Verteidigung symbiotisch zusammen arbeiten, um geschlossen zum Sieg beizutragen.“, so Rosenberg.
Symbolisch scheinen für dieses Spiel die Zeiten des Ballbesitzes: 28 Minuten für die Munich Cowboys, 19 Minuten für Plattling. Somit eine Parallele zum Endergebnis.
Die Defense der Gastgeber hatte am vergangenen Samstag einen großen Tag. Über den gesamten Spielverlauf wurden keine ‚big plays’ des Gegners zugelassen. Nur ein Touchdown konnte von der sonst sehr effektiven Plattlinger Offense erzielt werden. Die anderen beiden Touchdowns resultierten aus einem Punt Return sowie einer Fumble Recovery. Die Münchner Verteidigung brachte viermal den gegnerischen Quarterback zu Boden und erzwang zwei Fumbles, die beide auch genutzt wurden. Gleichzeitig wurden die Gäste zweimal in der ‚red zone’ im vierten Down gestoppt.
Somit eroberte die Defense gleich vier Mal den Ball für die Offense, die diese Chancen auch nutzte. Drei Touchdowns resultierten direkt aus den genannten Aktionen.
Head Coach Rosenberg fasst zusammen: „Wenn man sich die Statistik des Bayern Derbys betrachtet und fragt: Welches Team hat 400 Yards Offense? Welches Team hat 200 Yards Offense? Welches Team hatte im Schnitt 20 Yards pro ‚completion’? Welches nur 9? Welches Team hatte sechs erfolgreiche Pässe über 30 Yards? Welches nur einen? Welches Team hatte vier ‚sacks’? Welches keinen einzigen?, dann wären die Antworten für dieses Spiel anders erwartet worden. Die einzige Statistik, die so auch vorausgesagt wurde, sind die erlaufenen Yards: München 200, Plattling 36.“.
Ein kleiner Wermutstropfen waren die ausgesprochenen Strafen. Die Munich Cowboys bekamen 16 Penalties, mehr als das Doppelte des Gegners. Dem Heimteam wurden zwei Touchdowns aberkannt, einer davon ein Kickoff Return. Zusätzlich wurde ein weiter Punt Return aufgrund einer Strafe zurückgenommen. In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Head Coach John Rosenberg auf das Thema Schiedsrichter angesprochen wie folgt: „Wir haben die Strafen verursacht, somit ist es unsere Verantwortung. Wir haben die Schiedsrichtercrew bei vielen Spielen und sie sind immer fair und machen einen guten Job. Wir werden unsere Fehler analysieren und uns verbessern – Head Coach eingeschlossen! Drei oder vier Strafen waren mein Fehler, da mein ‚play call’ zu spät kam und so zur Spielverzögerung führte.“.
Für Spieler, Offizielle und Fans war dieser Sieg ein tolles Gefühl. Rosenberg formuliert es in seiner ihm eigenen Art: „ Dies war ein Mannschaftssieg für die Munich Cowboys mit hervorragenden physischen und psychischen Leistungen. Ein Schulbeispiel, warum American Football ein Mannschaftssport ist, in dem Defense und Offense zusammen arbeiten, um einen großen Sieg zu erreichen.“